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Kosten und Merkmale österreichischer Publikumsfonds im Vergleich

Die Fonds-Lupe stellt Kosten, Risikoeinstufungen und andere Merkmale österreichischer Publikumsfonds transparent und vergleichbar dar. Datengrundlage sind die gesetzlich vorgeschriebenen Basisinformationsblätter (PRIIPs-KIDs) der Verwaltungsgesellschaften. Die Fonds-Lupe ist ein Informations- und Transparenzangebot. Sie stellt keine Anlageberatung, keinen Anlagevorschlag und keine Kaufempfehlung dar.
Stand der Informationen: 31.12.2025.

Schritt 1 Fondsauswahl eingrenzen Schritt 2 Fonds auswählen Schritt 3 Produkte gegenüberstellen

Schritt 2: Fonds für die Gegenüberstellung auswählen


In der Filter-Sektion können Sie die Auswahl der angezeigten Fonds einschränken. Nach dem Klick auf 'Filter anwenden' enthält das Dropdown-Menü die Fonds Ihrer Auswahl. Klicken Sie die gewünschten Fonds einzeln an, um sie in die Gegenüberstellung zu übernehmen. Alternativ können Sie direkt eine ISIN eingeben. Besonders bequem können Sie Fonds direkt in den Grafiken zu Kosten oder Performance mit einem Mausklick auswählen (jeder einzelne Punkt in den Grafiken entspricht einem bestimmten Produkt).

Anzahl der Fonds pro Risikoindikator und ausgewählten Filterpräferenzen

Diese Grafik zeigt Ihnen, wie sich die ausgewählten Fondsprodukte auf die verschiedenen Risikoindikatoren verteilen. Ein Risikoindikator von 1 bedeutet ein eher geringes Risiko, ein Risikoindikator von 7 bedeutet ein sehr hohes Risiko. So können Sie auf einen Blick sehen, ob zu Ihren Filterpräferenzen eher risikoarme oder risikoreichere Produkte angeboten werden.

Bandbreite der Gesamtkosten für Fonds pro Risikoindikator und ausgewählten Filterpräferenzen zum Ende der empfohlenen Haltedauer

Bei aktivierter Einzeldarstellung können Sie Produkte direkt durch Anklicken in der Grafik auswählen — sie erscheinen dann automatisch in der Vergleichsliste (max. 6 Produkte). Die Vollbildansicht über das ☰-Menü rechts oberhalb der Grafik eignet sich besonders gut zur Auswahl. Hinweis: Ohne gesetzte Filter kann die Einzeldarstellung zu längeren Ladezeiten führen.

Diese Grafik zeigt, wie hoch die Gesamtkosten für verschiedene ausgewählte Fonds sein können – abhängig vom Risikoindikator. Links sind Fonds mit niedrigerem Risiko (1-2) dargestellt, rechts die Fonds mit höherem Risiko (6-7).

  • Die Höhe des Balkens zeigt die Bandbreite der Kosten, die am Ende der empfohlenen Haltedauer bei einem Anfangsinvestment von 10.000 EUR entstehen können.
  • Bei Euro-Produkten sind die Kosten in Euro angegeben, bei Fremdwährungsprodukten als Prozentwert (wie stark die Rendite gemindert wird).

Bandbreite der Performance für Fonds pro Risikoindikator und ausgewählten Filterpräferenzen zum Ende der empfohlenen Haltedauer

Diese Grafik zeigt, wie hoch die Performance-Werte für verschiedene ausgewählte Fonds sein können – abhängig vom Risikoindikator. Links sind Fonds mit niedrigerem Risiko (1-2) dargestellt, rechts die Fonds mit höherem Risiko (6-7).

Die anfallenden Kosten sind bei dieser Darstellung bereits abgezogen!
  • Die Höhe des Balkens zeigt die Bandbreite der Performance-Werte, die am Ende der empfohlenen Haltedauer bei einem Anfangsinvestment von 10.000 EUR entstehen können. Standardmäßig ist das Mittlere Szenario dargestellt, sie können mit Hilfe des Dropdown-Menüs weitere/andere Szenarien auswählen.
  • Bei Euro-Produkten sind die Performance-Werte in Euro angegeben, bei Fremdwährungsprodukten als Prozentwert (wie stark die Rendite gemindert wird).

Der Median zeigt jenen Performance-Wert an, der sich genau in der Mitte des angezeigten Datensatzes befindet: die Hälfte aller Performance-Werte ist größer als der Median, die andere Hälfte ist kleiner als der Median.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den Performance-Werten um Schätzwerte handelt, die auf der Basis vergangener Wertentwicklungen von den jeweiligen Verwaltungsgesellschaften ermittelt wurden. Die tatsächlichen Auszahlungsbeträge können davon abweichen, es handelt sich nicht um garantierte Auszahlungsbeträge. Bei einem vorzeitigen Ausstieg aus dem Produkt können weitere Kosten hinzukommen, die hier noch nicht berücksichtigt wurden. Ebenfalls unberücksichtigt ist auch die persönliche steuerliche Situation.

Bei aktivierter Einzeldarstellung können Sie Produkte direkt durch Anklicken in der Grafik auswählen — sie erscheinen dann automatisch in der Vergleichsliste (max. 6 Produkte). Die Vollbildansicht über das ☰-Menü rechts oberhalb der Grafik eignet sich besonders gut zur Auswahl. Hinweis: Ohne gesetzte Filter kann die Einzeldarstellung zu längeren Ladezeiten führen.


Fonds entdecken


Was sind Fonds?

Investmentfonds sind Instrumente, mit denen Geld von meist vielen Kleinanlegern gesammelt und auf den Finanzmärkten veranlagt wird. Das Kapital wird vor allem in Form von Wertpapieren, aber auch Einlagen bei Banken oder anderen Investmentfonds angelegt. Anleger:innen sind Eigentümer eines Teils des Fonds. Je nach Ausrichtung gibt es beispielsweise Renten-, Immobilien-, Aktien- und Mischfonds.

Die Verwahrung des Vermögens eines Fonds ist einer Depotbank zu übertragen. Die Verwaltungsgesellschaft hat mit der Verwahrung der zu einem Fonds gehörigen Wertpapiere und mit der Führung der zum Fonds gehörigen Konten eine einzige Depotbank zu beauftragen.

Vergewissern Sie sich in der Fondsdatenbank, dass der Investmentfonds in Österreich zum Vertrieb zugelassen ist. Liegt keine entsprechende Zulassung vor, müssen Sie sich bewusst sein, dass das Fondsprodukt keinem Zulassungsverfahren unterzogen wurde und keiner behördlichen Aufsicht unterliegt.

  • Risiko: Das Risiko bei einer Fondsveranlagung hängt von der Anlagepolitik und der jeweiligen Marktentwicklung der Vermögenswerte des Investmentfonds ab. Ein Verlust ist grundsätzlich nicht auszuschließen.

Welche Arten von Fonds gibt es?

Aus Sicht eines Privatanlegers sind, in Hinblick auf die Fonds-Lupe, folgende Arten von Investmentfonds zu unterscheiden:

„OGAW“

Bei einem „OGAW“ – kurz für „Organismus zur gemeinsamen Veranlagung in Wertpapieren“ – handelt es sich um ein klassisches Privatkundenprodukt, welches von einer konzessionierten Kapitalanlagegesellschaft verwaltet wird. Ein OGAW darf nur in genau vorgegebene Vermögenswerte investieren, wie zum Beispiel in Aktien, Anleihen oder andere OGAW. Sowohl für OGAW als auch für Kapitalanlagegesellschaften gibt es zahlreiche Vorschriften, die eingehalten werden müssen und von der FMA laufend überprüft werden.

  • Konzessionierung des Verwalters durch die FMA: ja
  • Zulassung des OGAW: Bewilligung durch FMA
  • Grenzüberschreitender Vertrieb: möglich
  • Vertrieb an Privatkunden: ja

„AIF“ von konzessionierten Verwaltern

Alternative Investmentfonds („AIF“), die von einem konzessionierten Alternativen Investmentfonds Manager verwaltet werden, können grundsätzlich in alles investieren, also zum Beispiel auch in Immobilien und Rohstoffe. Typische Alternative Investmentfonds sind beispielsweise Spezialfonds, Andere Sondervermögen und Pensionsinvestmentfonds.

Andere Sondervermögen

„Andere Sondervermögen“ sind eine spezielle Art von Investmentfonds, die als AIF gelten und nicht unter die Richtlinie für Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (OGAW) fallen. Andere Sondervermögen bestehen aus gleichartigen Anteilen, die in Wertpapieren dargestellt sind. Diese Anteile gehören gemeinsam allen Anleger: innen und werden nach den Regeln des Investmentfondsgesetzes 2011 gebildet.

Neben liquiden Finanzanlagen dürfen Andere Sondervermögen in Veranlagungen gemäß § 166 Abs. 1 Z 1 – 6 InvFG 2011 investieren. Es ist darauf hinzuweisen, dass Andere Sondervermögen bis zu 100 vH in Veranlagungen gemäß § 166 Abs. 1 Z 3 InvFG 2011 investieren können, die im Vergleich zu traditionellen Anlagen ein erhöhtes Anlagerisiko mit sich bringen. Insbesondere bei diesen Veranlagungen kann es zu einem Verlust bis hin zum Totalausfall des darin veranlagten Kapitals kommen (siehe unter „Artikel 3 Veranlagungsinstrumente und – grundsätze“ der jeweiligen Fondsbestimmungen).

Pensionsinvestmentfonds

Pensionsinvestmentfonds sind Fonds, die aus leicht handelbaren Finanzanlagen bestehen. Sie sind in gleiche Anteile aufgeteilt, die allen Anlegerinnen und Anlegern gemeinsam gehören. Sie werden nach den Regeln des Investmentfondsgesetzes 2011 gebildet und tragen gemäß ihren Fondsbestimmungen die Bezeichnung Pensionsinvestmentfonds.

Immobilienfonds gemäß ImmoInvFG

Immobilienfonds, die gemäß dem Immobilien-Investmentfondsgesetz errichtet sind, sind AIF im Sinne des AIFMG. Immobilienfonds sind Sondervermögen, die überwiegend aus bebauten und unbebauten Grundstücken, Baurechten sowie Miet- oder Wohnungseigentum bestehen und in gleiche in Wertpapieren verkörperte Anteile zerfallen. Das Fondsvermögen eines Immobilienfonds steht im Eigentum der Kapitalanlagegesellschaft für Immobilien, die dieses treuhändig für die Anteilinhaber hält und verwaltet.

  • Konzessionierung des Verwalters durch die FMA: ja
  • Zulassung des AIF: Vertriebsbewilligung durch FMA
  • Grenzüberschreitender Vertrieb: möglich
  • Vertrieb an Privatkunden: abhängig von Typ und erteilter Vertriebsbewilligung des Alternativen Investmentfonds

Exkurs: Mündelsichere Investmentfonds

Gewisse Investmentfonds und Immobilienfonds investieren ausschließlich in Vermögenswerte wie Immobilien, Wertpapiere und Forderungen, die zur Anlage von Mündelgeld geeignet sind. Die Kategorisierung als mündelsicher bedeutet nicht, dass die Veranlagung risikolos ist und marktbedingte Schwankungen ausgeschlossen sind.

Wo finde ich die Kosten, Risiken und Eigenschaften eines Fonds?

Einen guten Überblick über die wesentlichen Informationen zu einem Fonds finden Sie in dem Basisinformationsblatt/KID (auch PRIIPs-KID genannt - Packaged Retail and Insurance-based Investment Producsts - Key Information Document) der Verwaltungsgesellschaft. Dort finden Sie neben einer standardisierten Einordnung des Risikos mittels eines Risikoindikators (eine Zahl von 1 bis 7, wobei 1 die niedrigste und 7 die höchste Risikoklasse beschreibt) auch die Kosten des Fonds sowie eine Schätzung der möglichen Performance unter verschiedenen Annahmen (den sogenannten Szenarien, die günstige und ungünstige mögliche Entwicklungen beschreiben). Die Informationen aus dem Basisinformationsblatt sind dazu geeignet, dass Sie Produkte unterschiedlicher Verwaltungsgesellschaften miteinander vergleichen können.







Mehr Informationen zur Fonds-Lupe

Unsere interaktive Fonds-Lupe bietet Ihnen die folgenden Funktionalitäten:

  • Sie können sich einen allgemeinen Marktüberblick verschaffen und erfahren, wie viele und welche (Immobilien-)Kapitalanlagegesellschaften und Alternative Investmentfonds Manager österreichische Fonds verwalten. Die FMA weist darauf hin, dass die Fonds-Lupe hinsichtlich der darin verfügbaren Daten nicht leisten kann, dass sämtliche auf dem Markt vorhandenen PRIIPs-KIDs, welche von (Immobilien-)Kapitalanlagegesellschaften erstellt wurden, im Tool verfügbar sind. Die FMA übernimmt daher auch für die Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Daten keine Haftung.
  • Die zugrundeliegenden Daten werden von der FMA zumindest jährlich aktualisiert und sind daher nicht tagesaktuell oder vollständig. Bei zwischenzeitlichen Marktverwerfungen oder Aktualisierungen der KIDs kann es daher dazu kommen, dass aktuellere Daten zu Performance oder Kostenszenarien erheblich von den dargestellten Daten abweichen. Die FMA haftet dabei nicht für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen.
  • Wenn Sie bereits einen konkreten österreichischen Fonds ins Auge gefasst haben, dann können Sie mittels ISIN-Suche oder durch direkte Auswahl einzelner Produkte in den Grafiken zu Kosten und Performance einen konkreten Fonds auswählen und gezielt mit anderen ausgewählten Produkten vergleichen. Mithilfe der bereitgestellten Filter können Sie die Anzeige möglicher Produkte gezielt entsprechend Ihrer Investitionspräferenzen einschränken und Ihre Suche konkretisieren.
  • Nach Auswahl von zwei bis maximal sechs Fonds können diese mit Klick auf „Ausgewählte Produkte jetzt vergleichen“ anschaulich gegenübergestellt werden. Der Produktvergleich beinhaltet die wesentlichsten Parameter zu den jeweiligen Produkten und wird auch als Tabelle zur Verfügung gestellt. Die Gegenüberstellungen können als PDF bzw. die Tabelle als CSV exportiert werden.
  • Dieses Tool dient als Informations- und Transparenzplattform und ist nicht als (Ersatz für) eine Anlageberatung oder als Kaufempfehlung zu verstehen. Das Tool soll Ihnen lediglich insofern als Entscheidungshilfe dienen, als es Ihnen den Vergleich verschiedener auf dem Markt angebotener Fondsprodukte erleichtert. Falls Sie weitere Fragen zu den Produkten haben, wenden Sie sich bitte an Ihre:n Bankbetreuer:in, eine:n konzessionierte:n Anlageberater:in oder den/die Hersteller:in des Produkts.

Die Ergebnisse werden in interaktiven grafischen Darstellungen einfach nachvollziehbar visuell aufbereitet. Für die Benutzung der Fonds-Lupe ist keine Registrierung notwendig. Für eine potenzielle Manipulation der öffentlich zugänglichen Informationen aus den Basisinformationsblättern (PRIIPs-KIDs) in diesem Tool durch Dritte übernimmt die FMA keine Haftung. Die Fonds-Lupe berücksichtigt keine Steuern oder individuelle Abgaben.

Marktüberblick


Der Marktüberblick zeigt Ihnen die wichtigsten Eckdaten der zu einem bestimmten Stichtag aus den Basisinformationsblättern/PRIIPs-KIDs ausgelesenen Informationen. Letztes Aktualisierungsdatum der Daten: 31.12.2025 . Die Daten werden derzeit mindestens 1x pro Jahr aktualisiert. Nach diesem Datum erschienene/aktualisierte PRIIPs-KIDs sind nicht in diesem Datensatz enthalten. Aktuelle Daten können daher auch von den angezeigten Werten abweichen.

angebotene Fondsprodukte
verschiedene Fondskategorien
unterschiedliche Währungen
Verwaltungsgesellschaften




Alle Fonds im Überblick


Dieser Überblick zeigt die wichtigsten Merkmale und Risiken typischer Anlagestrategien von Fonds. Er bietet keine vollständige Darstellung und bedeutet nicht, dass andere potenzielle Risiken vernachlässigbar sind.

Die Information über die einzelnen Anlagestrategien von Fonds ist auch nicht als Ersatz für eine Anlageberatung oder als Kaufempfehlung zu verstehen. Um eine Anlageentscheidung treffen zu können, sollten Sie alle Produktinformationen sorgfältig durchlesen; bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre:n Bankberater:in oder den/die Hersteller:in des Produkts.

Anteilsscheine (Anteilsgattungen)

Je nach Anteilsgattung (ausschüttend oder thesaurierend) erhalten Sie realisierte Erträge des Fonds laufend oder am Ende der Laufzeit.

  • Ausschüttend bedeutet, dass regelmäßig realisierte Erträge ausgezahlt werden. Eine ausschüttende Tranche des Fonds wird mit „(A)“ gekennzeichnet.
  • Thesaurierend bedeutet, dass Erträge nicht ausgeschüttet, sondern reinvestiert werden. Die Erträge verbleiben sohin im Fonds und erhöhen den Gesamtwert der Anteile. Eine thesaurierende Tranche des Fonds wird mit „(T)“ gekennzeichnet.


Aktienfonds

Was sind typische Merkmale?

Ein Aktienfonds ist ein Investmentfonds, der überwiegend in Aktien von Unternehmen investiert. Das bedeutet, dass das Risiko und die Rendite des Investmentfonds stark von der Entwicklung der Aktienmärkte sowie der einzelnen Unternehmen und Sektoren abhängen.

Durch eine breite Streuung verschiedener Aktien im Fonds kann das Risiko ungünstiger Entwicklungen einzelner Aktien verringert werden. Eine Investition in einen Aktienfonds ist sohin in der Regel weniger risikoreich als eine direkte Anlage in einzelne Aktien.

Was sind typische Risiken?

Aktienfonds sind in der Regel mit höheren Schwankungen bzw. Risiken verbunden als Anlagen in Anleihen oder Sparkonten. Durch die Übernahme eines größeren Risikos kann aber auch die Chance auf höhere Renditen gegeben sein. (Die Wechselwirkung des zu übernehmenden Risikos einer Vermögensanlage und der hieraus möglicherweise resultierenden Rendite lässt sich durch das „magische“ Dreieck der Vermögensanlage veranschaulichen: Das magische Dreieck • Wiener Börse)

Neben Marktrisiken sollten Sie bei der Veranlagung in Aktienfonds insbesondere auch Kredit-, Liquiditäts-, Wechselkurs-, Operationelle-, Transfer-, Verwahrrisiken und das Risiko aus Derivateeinsatz im Auge behalten.

Bei einer Investition in einen Aktienfonds kann es zu Verlusten bis hin zum Totalverlust des investierten Kapitals kommen.

Wie und wann bekomme ich Geld?

Je nach gewählter Anteilsgattung (ausschüttend oder thesaurierend) erhalten Sie realisierte Erträge des Fonds laufend oder am Ende der Laufzeit. Anteile an Aktienfonds können in der Regel täglich verkauft werden. Zu beachten ist, dass der Betrag, den man erhält, stets vom aktuellen Wert der Anteile abhängt.

Was erwarte ich von einem Investment in dieses Produkt?

Mit einer Investition in Aktienfonds partizipieren Sie an der Entwicklung der Aktienmärkte und erwarten eine mögliche Rendite durch eine mögliche Wertsteigerung des Kapitals und gegebenenfalls laufende Ausschüttungen.

Immobilienfonds

Was sind typische Merkmale?

Immobilienfonds investieren das Kapital der Anleger:innen überwiegend in bebaute und unbebaute Grundstücke, Baurechte, Miet- oder Wohnungseigentum. Die erwirtschaftete Rendite aus einem Immobilienfonds stammt in erster Linie aus Mieterträgen und gegebenenfalls aus einem Wertzuwachs der Immobilien.

Immobilienfonds bieten Kleinanleger:innen die Möglichkeit, in Immobilien zu investieren, ohne eigenständig eine Immobilie (gänzlich) erwerben zu müssen. Der Erwerb der Immobilien erfolgt sohin nicht direkt, sondern über den Fonds. Die Anteilsinhaber:innen stehen nicht im Grundbuch und genießen auch keine direkte grundbücherliche Sicherheit.

Was sind typische Risiken?

Für die Entwicklung des Fonds können unter anderem folgende Faktoren negative Auswirkungen haben: Immobilien können an Wert verlieren, Mieter:innen bzw. Mieterträge können ausfallen, ganze Liegenschaften oder Teile davon können leer stehen und auch steigende Zinsen können sich negativ auf die Performance des Immobilienfonds auswirken.

Darüber hinaus sollten Sie bei der Veranlagung in Immobilienfonds neben Markt- und Kreditrisiken insbesondere auch die Liquiditäts-, Preisänderungs-, Wechselkurs-, Operationelle- und Verwahrstellenrisiken im Auge behalten.

Bei einer Investition in einen Immobilienfonds kann es zu Verlusten bis hin zum Totalverlust des investierten Kapitals kommen.

Wie und wann bekomme ich Geld?

Je nach gewählter Anteilsgattung (ausschüttend oder thesaurierend) erhalten Sie realisierte Erträge des Fonds laufend oder am Ende der Laufzeit. Anteilscheine an Immobilienfonds können derzeit täglich verkauft werden. Zu beachten ist, dass der Betrag, den man erhält, stets vom aktuellen Wert der Anteile abhängt.

Spätestens ab 1. Jänner 2027 (in den Fondsbestimmungen kann auch eine frühere Anwendbarkeit festgelegt werden) treten in Österreich aber neue Regelungen für Immobilienfonds in Kraft.

In Hinblick auf die Rückgabe (Verkauf) von Anteilscheinen von Immobilienfonds gilt ab 2027:

  • Mindesthaltedauer: Es wird eine Mindesthaltedauer (der Anteilscheine) von zwölf Monaten eingeführt.
  • Rückgabetermin: Eine Rückgabeerklärung der Anteilscheine kann von den Anlegern erst nach Ende der Mindesthaltedauer, zu von den Kapitalanlagegesellschaften bestimmten Rückgabeterminen, abgegeben werden.
  • Rückgabefrist: Nach Abgabe einer Rückgabeerklärung wird eine Rückgabefrist von weiteren zwölf Monaten eingeführt.

Was erwarte ich von einem Investment in dieses Produkt?       

Mit einer Investition in Immobilienfonds partizipieren Sie an den Entwicklungen des Immobilienmarktes und erwarten eine Rendite durch eine mögliche Wertsteigerung des Kapitals und gegebenenfalls laufende Ausschüttungen.

Mischfonds

Was sind typische Merkmale?

Mischfonds investieren in mehr als ein Anlageinstrument und werden sohin auch als Multi-Asset-Fonds bezeichnet. Ein Mischfonds kann aus einem Mix von Wertpapieren (Aktien, Anleihen, Derivaten), Fondsanteilen und Geldmarktinstrumenten bestehen. Die Rendite und das Risiko eines Mischfonds sind von den zugrundeliegenden Anlageklassen sowie deren Gewichtung im Mischfonds abhängig.

Was sind typische Risiken?

Als Anleger: in in einen Mischfonds haben Sie eine aus den jeweiligen Anlageklassen kombinierte Ertrags- und Risikoerwartung.

Neben den produktspezifischen Risiken je nach Anlageinstrument sollten Sie bei der Veranlagung in Mischfonds insbesondere auch Markt-, Kredit-, Liquiditäts-, Wechselkurs-, Operationelle-, Transfer-, Verwahrrisiken und das Risiko aus Derivateeinsatz im Auge behalten.

Bei einer Investition in einen Mischfonds kann es zu Verlusten bis hin zum Totalverlust des investierten Kapitals kommen.

Wie und wann bekomme ich Geld?

Je nach gewählter Anteilsgattung (ausschüttend oder thesaurierend) erhalten Sie realisierte Erträge des Fonds laufend oder am Ende der Laufzeit.

Anteile an Mischfonds können in der Regel täglich verkauft werden. Zu beachten ist, dass der Betrag, den man erhält, stets vom aktuellen Wert der Anteile abhängt.

Was erwarte ich von einem Investment in dieses Produkt?

Mit einer Investition in Mischfonds partizipieren Sie an den Entwicklungen der dem Mischfonds zugrundeliegenden Märkte und erwarten eine positive Rendite durch eine mögliche Wertsteigerung des Kapitals und gegebenenfalls laufende Ausschüttungen.

Rentenfonds

Was sind typische Merkmale?

Ein Rentenfonds, auch Anleihenfonds genannt, investiert überwiegend in Schuldverschreibungen unterschiedlicher Emittenten (beispielsweise Anleihen von Staaten sowie Gebietskörperschaften; supranationale Organisationen und/oder Unternehmen). Anleihen haben eine bestimmte Laufzeit, auslaufende Anleihen müssen somit regelmäßig reinvestiert werden. Das aktuelle Zinsumfeld hat somit einen direkten Einfluss auf Rendite und Risiko eines Rentenfonds. Die Rendite der Anleger: innen ergibt sich hauptsächlich aus den in den Anleihebedingungen vereinbarten festen oder variablen Zinsen sowie aus der Kursentwicklung, die sich durch Änderungen der Zinsen am Markt oder der finanziellen Lage des Emittenten ergibt.

Was sind typische Risiken?

Grundsätzlich ist produktspezifisch zur Anleihe festzuhalten, dass Käufer: innen einer Anleihe zu Gläubiger der Emittenten werden. Emittenten nehmen mit der Ausgabe von Anleihen zu festgelegten Bedingungen Geld von Anleger: innen auf. Im Gegenzug bekommen Sie als Anleger: in Zinsen. Die Höhe der Zinsen richtet sich primär nach der Bonität des Schuldners, also des Emittenten, der die Anleihe ausgibt, sowie der Laufzeit der einzelnen Anleihe.

Die Bonität eines Emittenten kann sich während der Laufzeit einer Schuldverschreibung ändern und Einfluss auf die Kursentwicklung der Schuldverschreibung nehmen. Gerät der Emittent in Zahlungsschwierigkeiten und kann seinen Zins- und/oder Tilgungsverpflichtungen vorübergehend oder endgültig nicht nachkommen, können einerseits vereinbarte Zinszahlungen ausfallen und auch der Verlust eines Teils oder des ganzen Kapitals der Gläubiger: innen ist möglich. Diese Umstände können sich auf den Wert des Fonds (als Gläubiger des Emittenten) auswirken.

Neben der Bonität des einzelnen Emittenten wirken sich auch Änderungen des allgemeinen Zinsumfeldes direkt auf einen Anleihefonds aus, wobei steigende Zinsen in der Regel zu fallenden Kursen bei Anleihen führen, während sich ein Umfeld mit sinkenden Zinsen positiv auf die Performance auswirkt.

Neben Kredit- und Marktrisiken sollten Sie bei der Veranlagung in Rentenfonds insbesondere auch Liquiditäts-, Wechselkurs-, Operationelle-, Transfer-, Verwahrrisiken und das Risiko aus Derivateeinsatz im Auge behalten.

Bei einer Investition in einen Rentenfonds kann es zu Verlusten bis hin zum Totalverlust des investierten Kapitals kommen.

Wie und wann bekomme ich Geld?

Je nach gewählter Anteilsgattung (ausschüttend oder thesaurierend) erhalten Sie realisierte Erträge des Fonds laufend oder am Ende der Laufzeit.

Anteile an Rentenfonds können in der Regel täglich verkauft werden. Zu beachten ist, dass der Betrag, den man erhält, stets vom aktuellen Wert der Anteile abhängt.

Was erwarte ich von einem Investment in dieses Produkt?

Mit einer Investition in Rentenfonds partizipieren Sie an den Entwicklungen am Anleihemarkt und den Änderungen im Zinsumfeld und erwarten eine positive Rendite durch eine mögliche Wertsteigerung des Kapitals und gegebenenfalls laufende Ausschüttungen.

Sonstige Fonds

Eine eindeutige Einordnung dieser Fonds in eine bestimmte Anlagekategorie ist nicht möglich. Als Beispiele für diese Fonds können Dachhedgefonds und Derivatefonds genannt werden.

Nachhaltigkeitsstrategien

Fonds nach Art. 8 SFDR

Fonds nach Art. 8 SFDR, die unter anderem ökologische oder soziale Merkmale in vorvertraglichen Informationen bewerben.

Fonds im Sinne des Art. 8 SFDR (Sustainable Finance Disclosure Regulation) sind Finanzprodukte, die ökologische oder soziale Merkmale oder eine Kombination dieser Merkmale bewerben und berücksichtigen, ohne zwingend ausschließlich oder auch überwiegend in nachhaltige Anlagen zu investieren.

Diese Fonds bieten Anlegern sohin die Möglichkeit, in ein Produkt zu investieren, das gewisse Nachhaltigkeits- bzw. ESG-Kriterien in der Veranlagung berücksichtigt, ohne vollständig auf nachhaltige Ziele ausgerichtet zu sein.

Fonds nach Art. 9 SFDR

Fonds, die eine nachhaltige Investition anstreben.

Fonds im Sinne des Art. 9 SFDR (Sustainable Finance Disclosure Regulation) streben eine nachhaltige Investition an und leisten so einen positiven Beitrag zur Verwirklichung eines ökologischen oder sozialen Zieles. Voraussetzung ist, dass diese Investitionen keines dieser Ziele erheblich beeinträchtigen und die Unternehmen, in die investiert wird, Verfahrensweisen einer guten Unternehmensführung anwenden, insbesondere bei soliden Managementstrukturen, den Beziehungen zu den Arbeitnehmern, der Vergütung von Mitarbeitern sowie der Einhaltung der Steuervorschriften.

Beschreibung und Einstufung nachhaltigen Fondsnamenkategorien nach den ESMA GL on ESG Fund Names sowie der SFDR-Kategorisierung

Der Name eines Fonds ist ein wichtiges Marketinginstrument und kann erheblichen Einfluss auf Anlageentscheidungen haben. Die ESMA-Leitlinien sollen verhindern, dass über die Namensgebung unfaire, nicht eindeutige und irreführende Werbung mit ESG- oder nachhaltigkeitsbezogenen Begriffen betrieben wird.

Grundregel für alle Fonds mit ESG-Namen ist, dass mindestens 80 % der Investitionen so verwendet werden müssen, wie es die jeweiligen Begriffe nahelegen. Darüber hinaus kommen noch je nach Begriff unterschiedliche Ausschlusskriterien hinzu. Das heißt, dass Fonds mit gewissen Zielen in bestimmte Unternehmen oder Branchen gar nicht investieren dürfen. Generell sind die jeweiligen Begriffseinteilungen immer im Kontext des konkreten Fonds zu beurteilen. Im Vordergrund steht, welcher Eindruck damit bei Anleger:innen vermittelt wird.

Auf Basis der ESMA-Leitlinien unterscheidet die FMA zwischen sieben Namenskategorien, mit jeweils unterschiedlichen Anforderungen: nachhaltigkeitsbezogene, umweltbezogene, sozialbezogene, governancebezogene, transformationsbezogene, auswirkungsbezogene sowie ethikbezogene Fondsnamen.

Weitere Details siehe Reden wir über Aufsicht - ESG-Fondsnamen sowie Der Fondsname verpflichtet... - Reden wir über Geld

Investitionsausschlüsse für Fonds mit ESG-Namen

Auf Basis der ESMA-Leitlinien unterscheidet die FMA zwischen sieben Namenskategorien, mit jeweils unterschiedlichen Anforderungen in Hinblick auf die vom Fondsverwalter auszuschließenden Investitionsgüter. Sohin gelten für Fonds, die aufgrund der verwendeten Begrifflichkeiten im Fondsnamen unter die nachfolgenden Kategorien eingeteilt werden können, Einschränkungen in Hinblick auf die Investition in bestimmte Unternehmen:

  • Für Fonds, die transformations-, sozial- oder governancebezogene Begriffe im Namen enthalten, ist ein Ausschluss der Investition in Unternehmen, die umstrittene Waffen oder Tabakerzeugnisse produzieren, sowie in solche, die konkreten Prinzipien der guten Unternehmensführung nicht folgen, vorzunehmen.
  • Für Fonds, die nachhaltigkeits-, umwelt- oder auswirkungsbezogene Begriffe im Namen enthalten, ist zusätzlich ein Ausschluss der Investition in Unternehmen aus den Bereichen Kohle, Erdöl, Gas und emissionsintensive Stromerzeugung vorzunehmen, sofern in den jeweiligen Bereichen spezifische Umsatz-Schwellenwerte erreicht werden.
  • Für Fonds, die ethikbezogene Begriffe enthalten, ist davon auszugehen, dass zumindest die Mindestkriterien zu erfüllen sind, welche für sozial- oder governancebezogene Begriffe zur Anwendung kommen.

Weitere Details siehe Reden wir über Aufsicht - ESG-Fondsnamen sowie Der Fondsname verpflichtet... - Reden wir über Geld

Österreichisches Umweltzeichen

Fonds und andere Finanzprodukte, welche ihre Anlagepolitik nach ökologischen und ethisch-sozialen Kriterien im Sinne des österreichischen Umweltzeichens 49 (UZ49) ausrichten, können sich entsprechend zertifizieren lassen. Nähere Informationen sowie eine Übersicht der Produkte finden Sie auf der Seite des österreichischen Umweltzeichens für nachhaltige Finanzprodukte unter https://www.umweltzeichen.at/de/produkte/finanzprodukte.

Benchmark

Referenzwert (Benchmark)

Ein OGAW oder AIF, der unter Bezugnahme auf einen Benchmark-Index verwaltet wird, ist ein Fonds, bei dem eine Benchmark (Aktien- oder Anleihenindex, der einen bestimmten Markt abbildet, bspw. MSCI World, DAX, ATX etc.) eine Rolle im Management des Fonds spielt – beispielsweise bei der expliziten oder impliziten Bestimmung der Portfoliozusammensetzung und/oder bei den Performancezielen und -messungen des Fonds. Beispiele hierfür sind:

  • Der Fonds verwendet einen Benchmark-Index als Universum, aus dem Wertpapiere ausgewählt werden. Dies gilt auch dann, wenn nur ein kleiner Teil der im Index gelisteten Wertpapiere im Portfolio gehalten wird und die Gewichtungen der Portfolio-Bestände des Fonds von der jeweiligen Gewichtung im Index abweichen.
  • Die Portfolio-Bestände des Fonds basieren auf den Beständen des Benchmark-Index und weichen nicht wesentlich von denjenigen des Benchmark-Index ab (sog. „Index Tracker“).
  • Performance-Gebühren werden auf Basis der Wertentwicklung gegenüber einem Referenz-Benchmark-Index berechnet.
  • Der Fonds hat ein internes oder externes Ziel, einen Benchmark-Index zu übertreffen.
  • Die Marketing-Kommunikation der Verwaltungsgesellschaft an einen oder mehrere Anleger oder potenzielle Anleger zeigt die Wertentwicklung des Fonds im Vergleich zu einem Benchmark-Index.

Dieser Bezug kann sowohl zu Beginn als auch während der Laufzeit eines Fonds hergestellt werden; in beiden Fällen sollte dies entsprechend im PRIIPs-KID offengelegt werden. Letztlich liegt es in der Verantwortung der Verwaltungsgesellschaft zu bestimmen, ob der Fonds tatsächlich unter Bezugnahme auf einen Benchmark-Index verwaltet wird.

Um faire, klare und nicht irreführende Kommunikation sicherzustellen, sollten die Angaben im PRIIPs-KID mit den Anlagezielen des OGAW oder AIF in den rechtlichen und aufsichtsrechtlichen Dokumenten des Fonds übereinstimmen.



Beschreibung der verwendeten Daten und Methoden


icon       Woher kommen die Daten für die Fonds-Lupe?

Die für die Fonds-Lupe und den Marktüberblick verwendeten Daten stammen aus den Basisinformationsblättern/KIDs (auch PRIIPs-KIDs genannt - Packaged Retail and Insurance-based Investment Products-Key Information Document) von österreichischen Publikumsfonds, die von den jeweiligen Verwaltungsgesellschaften aufgelegt werden. Diese gesetzlich vorgeschriebenen und weitgehend standardisierten Informationsdokumente müssen Kund:innen öffentlich zur Verfügung gestellt werden. Die Inhalte und Berechnungen in diesen Dokumenten stammen von den Verwaltungsgesellschaften der Fonds.

       Woher erhält die FMA diese Daten?

Die Basisinformationsblätter sind öffentlich verfügbare Dokumente, die von den Verwaltungsgesellschaften, welche Fonds verwalten, auf ihren Webseiten zum Download zur Verfügung gestellt werden. Die FMA lädt über ein Datenservice der OeKB (Oesterreichische Kontrollbank) zumindest einmal jährlich die Basisinformationsblätter der österreichischen Publikumsfonds gesammelt herunter. Aus diesen Dokumenten werden mittels eines regelbasierten Textmining-Algorithmus die benötigten Zahlen und Informationen automatisch ausgelesen. Es ist daher - je nach Ausgestaltung des Dokuments - möglich, dass die Daten nicht vollständig oder nicht korrekt ausgelesen werden können.

Alle Zahlen und die meisten wesentlichen Informationen werden direkt aus den Basisinformationsblättern übernommen. Weiters erfolgt eine Anreicherung mit Daten aus FMA-internen Datenbanken (u.a. für die Kategorisierung nach Veranlagungsstrategien).

       Welche Informationen verwendet die FMA aus den Basisinformationsblättern?

Die wesentlichsten Zahlen aus den Basisinformationsblättern, die für einen Vergleich von Fonds besonders wichtig sind, betreffen die Beschreibung des Risikos, der Kosten, und der möglichen Performance des Produkts. All diese Informationen sind auf der Basis gesetzlich vorgegebener Berechnungen im Basisinformationsblatt anzuführen.

Risikoindikator

Das Risiko eines Fonds wird unter Verwendung eines Risikoindikators dargestellt, welcher zwischen 1 (niedriges Risiko) und 7 (sehr hohes Risiko) liegt. In die Berechnung dieses Risikoindikators fließt dabei insbesondere das Marktrisiko des Fonds ein, d.h. die Wahrscheinlichkeit, Geld zu verlieren, wenn sich die Märkte in einer für das Produkt ungünstigen Weise entwickeln. Bei der Berechnung des Risikoindikators wird davon ausgegangen, dass der Fonds bis zur Endfälligkeit (d.h. der empfohlenen Haltedauer) gehalten wird. Sollte der Fonds früher verkauft werden, können weitere Risiken auftreten. Ebenso kann der Fonds durch seine Ausgestaltung weitere Risiken aufweisen (wie z.B. Fremdwährungsrisiken, Liquiditätsrisiko), die im Risikoindikator nicht berücksichtigt wurden. Diese Risiken werden dann separat im Basisinformationsblatt unterhalb des dargestellten Risikoindikators in der Sektion „Welche Risiken bestehen und was könnte ich im Gegenzug dafür bekommen?“ beschrieben.

Kosten

Die Vergütung und der Kostenersatz, welche eine Verwaltungsgesellschaft aus dem Fondsvermögen entnehmen darf, sowie die Art der Berechnung sind in den Fondsbestimmungen zu regeln. Darüber hinaus sind die Gebühren eines Fonds im PRIIPs-KID anzugeben. Diese unterteilen sich in einmalige Einstiegs- und Ausstiegskosten (für Fonds auch Ausgabeauf- und Rücknahmeabschläge genannt), die laufenden Kosten innerhalb eines Jahres, welche als laufende Verwaltungsgebühren und Transaktionskosten definiert sind, sowie zusätzlich allfällige performanceabhängige Erfolgsgebühren. Zu beachten ist, dass sich Anteilsklassen eines Fonds (Gattungen von Anteilscheinen), insbesondere im Hinblick auf die Ertragsverwendung, die Währung des Anteilswertes sowie die Fondsgebühren, unterscheiden können.

Für die Berechnung der Kosten wird von einem fiktiven Anfangsinvestment von EUR 10.000 bzw. bei anders lautender Währung in ähnlicher Größenordnung, welche glatt durch 1.000 teilbar ist, und einer durchschnittlichen Wertentwicklung des Produkts (auch mittleres Szenario genannt) ausgegangen. Die Kosten sind daher nur ein Schätzwert, und die tatsächlichen Kosten können von diesem Schätzwert abweichen. So handelt es sich bei den laufenden Kosten um eine Schätzung auf der Grundlage der tatsächlichen Kosten des letzten Jahres. Die FMA stellt die Gesamtkosten sowohl in monetären Einheiten (nur für EUR-Produkte) als auch in Prozentwerten (als Prozentsatz, um den die Kosten die mögliche Performance des Produkts reduzieren) dar.

Wichtig ist, dass die im PRIIPs-KID dargestellten Kosten lediglich die Produktkosten darstellen. Für Beratung oder Verkauf des Produkts bzw. bei einer vorzeitigen Auflösung des Produkts können weitere Kosten hinzukommen, die nicht bereits in den Gesamtkosten berücksichtigt wurden. Ebenfalls unberücksichtigt ist auch die persönliche steuerliche Situation.

Performance-Szenarien

Die mögliche Wertentwicklung eines Fonds wird im Basisinformationsblatt auf der Basis von sogenannten Performance-Szenarien dargestellt: die zukünftige Wertentwicklung eines Fonds ist nicht sicher, sondern kann von den jeweiligen Verwaltungsgesellschaften nur geschätzt werden - im Basisinformationsblatt auf Grund der vergangenen Wertentwicklung des Fonds bzw. dessen Basiswerts/Basiswerte. Um dennoch einen breiten Überblick über mögliche Wertentwicklungen geben zu können, werden daher verschiedene Szenarien herangezogen, d.h. besonders ungünstige vergangene Wertentwicklungen (pessimistisches Szenario) bzw. besonders günstige vergangene Wertentwicklungen (optimistisches Szenario) werden neben einer durchschnittlich zu erwartenden Wertentwicklung (mittleres Szenario) dargestellt. Zusätzlich gibt es noch Angaben über ein sogenanntes Stress-Szenario, welches extrem ungünstige vergangene Wertentwicklungen berücksichtigt.

Die verschiedenen Szenarien bilden also mögliche Bandbreiten, in denen sich anhand der Erfahrungen der Vergangenheit die Wertentwicklung des Fonds bewegen könnte. Je nach aktuellen und zukünftigen Entwicklungen der Finanzmärkte kann sich die tatsächliche Wertentwicklung des Fonds von diesen Szenarien unterscheiden.

Für die Berechnung der Performance-Szenarien wird, wie für die Berechnung der Kosten, ein fiktives Anfangsinvestment von EUR 10.000 bzw. bei anders lautender Währung in ähnlicher Größenordnung, welche glatt durch 1.000 teilbar ist, herangezogen. Die Berechnung erfolgt für dieselbe(n) Halteperiode(n). Die Performance-Werte werden im Basisinformationsblatt in der Produktwährung bzw. in Prozent-Werten (als jährliche Durchschnittsrendite) nach Abzug der anfallenden Kosten dargestellt.

Weitere Informationen

Zur korrekten Zuordnung und Qualitätssicherung werden noch weitere (Meta-)Daten aus den Basisinformationsblättern ausgelesen (z.B. Währung, empfohlene Haltedauer, …).